Ergänzende Methoden

Moxibustion

Die Moxibustion ist besonders für chronische Erkrankungen und Mangelzustände indiziert.

Viele Beschwerden hängen zudem mit einem unausgewogenen Wärmehaushalt zusammen. In unserer Klimazone ist meistens Wärmemangel das Problem.

Es können so leicht Schmerzzustände durch in den Körper eingedrungene Kälte entstehen.

Durch die Behandlung der Akupunkte oder Zonen mit glühendem Beifusskraut (Artemisia vulgaris) wird dem Körper Wärme zugefügt.
Wärme bewegt und dynamisiert. So versucht man Prozesse, die ins Stocken gekommen sind, wieder in Bewegung zu bringen.

Schröpfen

Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde auch in Europa in jedem Haushalt noch gegen viele Beschwerden geschröpft.
Heute bringt man diese Technik leider häufig mit der unangemessenen und übertriebenen Anwen­dung von Spezialformen aus dem 19. Jh. in Zusammenhang, die schlussendlich dazu führten, dass die ganze Me­thode in Verruf kam.
In anderen Kulturkreisen ist hingegen das Schröpfen ein immer noch häufig und erfolgreich angewendetes Hausmittel.

Im Gegensatz zur Moxibustion wird häufig bei sogenannten Fülle-Zuständen geschröpft. Man erzielt so eine ableitende Wirkung.

Beim Schröpfen wird mittels eines Vakuums, das mit einem erwärmten Glas auf der Haut erzeugt wird, die Hautdurchblutung stark angeregt. Die auf diesem Weg erzeugte, nicht schmerzhafte!, Rö­tung, führt zu einer Anregung der lokalen und systemischen Abwehrmechanismen. Die verstärkte Durchblutung des Gewebes kann so zu Entspannung, Schmerzlinderung und allgemeiner Immun­stimulation führen.

Gua Sha

Ebenso über eine Förderung der Hautdurchblutung wirkt Gua Sha. Auch dies ist eine sehr alte und bewährte Technik, die bis heute noch im Osten auch im Hausgebrauch angewendet wird.
Da auch hier neben der lokalen eine allgemeine Immunstimulation stattfindet, ist die Methode ne­ben Schmerzzuständen des Bewegungsapparats besonders bei Erkältungszuständen geeignet.

Mit einem Gegenstand mit abgerundeten Kanten wird die betroffene Körperpartie so lange gerieben, bis sich die Kapillaren öffen und eine deutliche Hautrötung einsetzt. Der Körper reagiert mit erhöhter Aktivität, um das eingeflossene Blut wieder abzutransportieren.